Die Untergrenze ist nach unten offen.

Wer glaubt, dümmer geht’s nimmer – irrt sich.

Immer wieder.

Es gibt eine menschliche Konstante, die mich seit Jahren begleitet. Nicht fasziniert. Begleitet. Manchmal verfolgt.

Der Wunsch nach Applaus ist stärker als der Wunsch nach Wahrheit.

Das ist kein neues Phänomen. Aber es wird schamloser.

Wer heute einen Gedanken hinstellt – einen echten, unbequemen, ungeschminkten – riskiert nicht Widerspruch. Er riskiert Schweigen. Oder Abwehr. Oder das Zurückwerfen der eigenen Worte, als wären es seine.

Die Sandburg ist das Problem.

Nicht die, die man baut. Sondern die, die man verteidigt. Mit Händen und Füßen. Gegen die Flut. Gegen den Wind. Gegen jeden, der auch nur in die Nähe kommt.

Einstein hat es gewusst. Zwei Dinge sind unendlich, sagte er. Das Universum und die menschliche Dummheit. Und beim Universum war er sich nicht sicher.

Ich ergänze: Die Untergrenze ist nach unten offen.

Das Gefährliche daran? Niemand glaubt, dass er selbst gemeint ist.

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