Früher brauchte man eine Idee, Wissen oder wenigstens eine Haltung, um einen Text zu veröffentlichen.
Heute reicht ein Account und ein KI-Tool. Was dabei rauskommt, flutet gerade unsere Netzwerke.
Das ist keine Ironie. Das ist Symptom.
Wörter produzieren kostet nichts mehr – also werden sie produziert. Masse wird mit Relevanz verwechselt, Sichtbarkeit mit Kompetenz, Länge mit Tiefe.
Der Denkfehler sitzt tiefer: Wer nichts zu sagen hat, hatte das vorher auch nicht. KI macht das nur sichtbarer. Sie ist nicht die Ursache – sie ist Röntgengerät.
Wer wirklich etwas zu sagen hat, kommt auf den Punkt. Der Rest bläht auf.