Es gibt ein altes Beratermodell, das bis heute funktioniert: Dem Kunden die Uhr abnehmen – und ihm dann die Uhrzeit nennen.
Der Kunde bezahlt. Für seine eigene Information. Verpackt in Methodik, Sprache und Distanz.
Das ist kein Betrug im juristischen Sinne. Aber fair ist es nicht.
Wer seine eigene Urteilsfähigkeit abgibt – an einen Berater, einen Coach, eine KI – zahlt zweimal. Einmal für die Antwort. Und einmal dafür, dass er die Frage nicht mehr selbst stellt.
Die gefährlichste Abhängigkeit ist nicht die, die man spürt. Es ist die, bei der man sich gut beraten fühlt.
Wer denkt, braucht niemanden, der ihm erklärt, was er denkt.