Die Industrie lebt vom Verkauf der Schaufeln.

Im Goldrausch verdienten nicht die Goldsucher das meiste Geld.

Es waren die Verkäufer von Schaufeln, Jeans und Proviant.

Das Prinzip ist alt. Und es funktioniert heute genauso.

Wer Sichtbarkeit als Produkt verkauft, hat kein Interesse daran, die entscheidende Frage zu stellen: Sichtbarkeit wo – und für wen?

Die Antwort könnte das eigene Geschäftsmodell gefährden.

Also wird eine andere Frage gestellt. Eine, die Druck erzeugt:

Wer vor dem Sommer nicht sichtbar ist, verliert!

Pressemitteilungen, LinkedIn-Reichweite, SEO-Rankings – wer das alles nicht hat, bleibt unsichtbar. Wer es hat, braucht mehr davon.

Das ist nicht immer bewusste Täuschung. Viele glauben selbst daran. Das macht es nicht richtiger. Aber es macht es schwerer zu erkennen.

Der strukturelle Anreiz ist gefährlicher als die Lüge. Weil er ehrlicher klingt.

Wer Schaufeln verkauft, muss nicht lügen.

Er muss nur die falsche Frage stellen.

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