Wer klatscht, posiert auch.

Ein Beitrag rechnet mit den selbsternannten Experten ab. Über Nacht sind sie Fachleute, nachdem ein Werkzeug populär wurde. Der Ton sitzt, das Wortspiel trifft. Geteilt, gefeiert, hundertfach beklatscht.

Unter dem Beitrag sammeln sich die Zustimmenden. Die von gestern waren es auch schon. Erst dieses Buzzword, dann jenes. Jeder bringt seinen Spott mit, jeder sagt dasselbe: Ich nicht. Ich durchschaue das.

Der Beitrag kritisiert die Pose. Und ist die bestbediente des Tages.

Die Kommentarspalte tut, was sie den anderen vorwirft. Nur klingt es nicht nach Verkauf, sondern nach Durchblick. Deshalb fällt es niemandem auf.

Der Markt für „die anderen sind Blender“ ist größer als der für alles, was dort verspottet wird. Wer ihn bedient, muss nichts können. Nur lauter verachten als der Rest.

Mitten im Applaus steht ein Satz, beiläufig hingeworfen: Das meiste, was du effizienter machst, solltest du besser ganz lassen.

Der trifft den, der gerade klatscht. Also geht er unter.

Der Applaus hat niemanden verändert. Der Satz hätte es gekonnt.

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