Zweifel ist nicht das Gegenteil von Klarheit.

Die Entscheidung steht an, aber vorher fehlt noch etwas. Noch eine Auswertung. Noch ein Angebot zum Vergleich. Noch ein Gespräch mit jemandem, der sich auskennt. Wenn das alles vorliegt, sagt der Unternehmer, dann entscheide ich.

Es liegt nie alles vor.

Denn der Zweifel, der hier nach mehr Information verlangt, ist gar keiner, den Information beseitigen könnte. Er wird oft für ein Wissensproblem gehalten. Er ist die Unsicherheit, überhaupt zu entscheiden, solange nicht feststeht, dass es richtig ist.

So bleibt das Warten auf die letzte fehlende Sicherheit ein Aufschub, der sich als Sorgfalt ausgibt. Wer erst handeln will, wenn nichts mehr offen ist, wird gerade dort nicht handlungsfähig, wo es zählt. In jeder Entscheidung, die etwas wiegt, bleibt etwas offen. Das ist keine Lücke in der Vorbereitung. Das ist die Natur der Sache.

Klarheit besteht dann nicht darin, den Zweifel loszuwerden. Sie besteht darin, zu erkennen, was bekannt ist, was offen bleibt und worauf sich eine Entscheidung dennoch stützen lässt.

Zweifel ist nicht das Gegenteil von Klarheit. Er gehört zu jeder Entscheidung, die eine ist.

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